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In Zusammenarbeit mit dem Direktor des Schweizerischen
Instituts für Klein- und Mittelunternehmen an der Universität
St. Gallen (KMU-HSG),
Prof. Dr. Thierry Voléry, und seinem Mitarbeiter, Volker
Mayr, Studienleiter beim Intensivstudium KMU, präsentieren
wir Ihnen die folgenden interessanten Studien:

Schweizerisches Institut für Klein- und Mittelunternehmen an der Universität
St. Gallen (KMU-HSG), International Institute for Management Development in Lausanne
(IMD), Wirtschaftshochschule der Universität Lausanne (UNIL)
GEM Global Entrepreneurship Monitor Bericht 2005 zum Unternehmertum
Der «Global Entrepreneurship Monitor (GEM)» ist ein in seiner Art
einzigartiges Forschungsprojekt, welches auf einer jährlichen Basis die
unternehmerische Aktivität in einer Vielzahl von Ländern untersucht.
Ziel des Projektes ist es, den Umfang von Entrepreneurship-Aktivitäten zu
bestimmen, Einflussfaktoren auf Entrepreneurship zu identifizieren und den Zusammenhang
zu wirtschaftlichem Wachstum zu klären. An der diesjährigen
Durchführung von GEM haben sich 31 Länder beteiligt. Die Schweiz nimmt
seit dem Jahr 2002 am GEM teil.
Für das GEM-Projekt werden die Begriffe Entrepreneurship und Unternehmertum
mit der Gesamtheit von Aktivitäten gleichgesetzt, welche die Identifizierung,
Evaluierung und Verwertung von Geschäftsmöglichkeiten beinhaltet. Entrepreneurship
kann sich auf verschiedenen Wegen vollziehen. Im Rahmen von GEM werden insbesondere
Gründungsaktivitäten und neue Unternehmen betrachtet. Darüber
hinaus sind aber auch Innovationen und Wachstum in bereits bestehenden Unternehmen
ein Indikator für Entrepreneurship, die bei GEM 2005 ebenfalls berücksichtigt
werden.
Die Daten für dieses Projekt stammen aus drei Hauptquellen: 1) einer telefonischen
Befragung unter der erwachsenen Bevölkerung, 2) Interviews mit Experten
im Bereich des Unternehmertums aus dem jeweiligen Land und 3) als Ergänzung
nationale, standardisierte Daten von internationalen Organisationen. Für
die Schweiz wurde eine repräsentative Erhebung bei 2’000 Personen
der erwachsenen Bevölkerung, als auch eine schriftliche und/oder persönliche
Befragung von 36 Experten aus dem Bereich Entrepreneurship durchgeführt.
> GEM-CH_2005_Bericht
Schweizerisches Institut für Klein- und Mittelunternehmen an der Universität St. Gallen
http://www.kmu.unisg.ch
International Survey on Collegiate Entrepreneurship 2006
Studenten als zukünftige Unternehmerinnen und Unternehmer.
Der "International Survey on Collegiate Entrepreneurship 2006" zeigt interessante
Erkenntnisse zum Thema Academic Entrepreneurship. Zum einen stimmt das unternehmerische
Potential optimistisch, zum anderen kann jedoch auch festgestellt werden, dass auf
verschiedenen Ebenen noch eine Verbesserung im Rahmen von Aus- und Weiterbildung
möglich ist.
>International Survey
Evan J. Douglas, Dean A. Shepherd
Selbständigkeit als Karrierewahl:
Einstellungen, unternehmerische Absichten und Nutzenmaximierung
Erschienen in: IGA – Zeitschrift für Klein- und
Mittelunternehmen
2003/1
Frühere Forschungsarbeiten bezüglich der Frage, weshalb bestimmte Menschen
das Unternehmertum als Karriere bevorzugen, stützten sich vorwiegend auf
die Disziplin der Psychologie und Soziologie. In jüngerer Zeit erschienen
auch wichtige Beiträge aus dem Blickwinkel der Wirtschaftswissenschaften.
Douglas/Shepherd (2000) untersuchen in dem Beitrag die Beziehung zwischen den
Einstellungen einer Person (zu Arbeit, Risiko, Unabhängigkeit und Einkommen)
und die Absicht dieser Person, selbständig zu werden (oder eben nicht).
Sie argumentieren, dass diese Einstellungen die Karrierewahl beeinflussen, und
während sie weder notwendig noch ausreichend sind, wird die Absicht einer
Person zur Gründung eines eigenen Unternehmens (unter der Annahme, dass
alles andere konstant bleibt) noch von mehr unternehmerischen Einstellungen beeinflusst.
Die Befassung mit diesen Fragen stellt in zweifach wichtiger Hinsicht eine bedeutsame
Abweichung von früheren Arbeiten dar. Erstens hat sich die vorgängige
Forschung, die aus wirtschaftswissenschaftlicher Perspektive zu erklären
suchte, weshalb jemand selbständig wird, typischerweise auf theoretische
Argumente gestützt. Diese Studie verwendet diese Theorien als Rahmen für
eine empirische Untersuchung. Zweitens hat die vorgängige empirische Forschung,
die sich mit dem Zeitpunkt des Eintretens in die Selbständigkeit befasste,
in erster Linie makroökonomische und demographische Faktoren untersucht,
die eine Person zur Aufnahme oder Aufgabe der Selbständigkeit bewegen.
>Selbständigkeit

Rita Gunther McGrath, Ian MacMillan
The Entrepreneurial Mindset: Strategies for Continuously
Creating Opportunity in an Age of Uncertainty
Harvard Business School Press, Boston, 2000, 380 Seiten
Wie der Titel bereits ausdrückt, wirft das Buch die Frage auf, auf welche
Weise ein Unternehmen geführt werden muss, wenn Unsicherheit und Wandel
die Regel sind. Das Autorenteam, welches auch selbst Unternehmererfahrung hat,
sieht gerade die Unsicherheit als Chance, um neue und gewinnversprechende Ideen
zu entdecken und umzusetzen. Hierfür ist das «Entrepreneurial Mindset» ein
wichtiger Ausgangspunkt. Es handelt sich hierbei nicht im die Fähigkeit,
selbst neue Ideen zu entdecken und zu verwirklichen, sondern um das Können,
eine Organisation zu schaffen und zu prägen, die auf Innovation ausgerichtet
ist. Das Autorenteam verwendet zur Entwicklung seines Konzeptes Daten von «Gewohnheitsunternehmern»,
um den Faktor Glück bei einem einmaligen Erfolg mit einer Unternehmensgründung
auszuschliessen.
Das äusserst inspirierende Buch zeichnet sich durch eine gute Verknüpfung
von Theorie und Praxis aus. Die theoretischen Hintergründe werden durch
vielfältige Praxisbeispiele ergänzt. Ebenso werden klare Handlungsanweisungen
nicht vernachlässigt. Es eignet sich somit hervorragend für Praktiker
aus Grossunternehmen, Unternehmern sowie als Unterrichtsmaterial für Management-Schulen.
Im Vergleich zu vielen anderen Büchern zu diesem Thema schafft es das Buch,
den Unternehmergeist aufrechtzuerhalten und anzufachen.

Peter Ulrich
Der entzauberte Markt
Herder-Verlag, Freiburg, 2002, ISBN 3-451-27935-5
Peter Ulrich, Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftsethik an der Universität
St. Gallen, unterzieht in diesem Buch die bekannten Argumente der Globalisierung
und des weltweiten Standortwettbewerbs, dem sich niemand entziehen kann, einer
genauen Untersuchung. Die Perspektive, dass das Wirtschaften unabänderbar
ist und sich jeder einfach den herrschenden Regeln unterwerfen muss, wird in
diesem Buch auf anschauliche Weise relativiert.
Zu diesem Zweck werden zu Beginn die Begriffe der «wirtschaftlichen Vernunft»,
des «sinnvollen Fortschritts» und der «wohlverstandenen Freiheit» durchdacht
und dargelegt, was wirklich unter diesen Begriffen verstanden werden muss. Anschliessend
werden verschiedene Orte des wirtschaftsethischen Handelns erläutert. Hierbei
wird vor allem die oft genannte Verteidigung, dass Ethik in der staatlichen Rahmenordnung
berücksichtigt werden muss und damit der Einzelne und das einzelne Unternehmen
sich, solange die staatliche Rahmenbedingung beachtet wird, auf ethischem Boden
bewegt, kritisch hinterfragt. Peter Ulrich gelingt es mit diesem Buch, die Rolle
des Unternehmers und des einzelnen Bürgers konkret zu beschreiben, ohne
die übliche Alternativlosigkeit der Kritiker zu übernehmen. Er stellt
die Anforderungen dar, die eine zukunftsfähige Gesellschaft mit ihren Bürgern
und ihren Unternehmern erfüllen muss, um den Fortschritt nicht zu einem
Rückschritt werden zu lassen.

Jean-Jacques Obrecht
Plädoyer für eine alternative Auffassung des
Unternehmers des 21. Jahrhunderts
(erschienen in: Umbruch der Welt – KMU vor Höhenflug oder Absturz,
KMU Verlag HSG, St. Gallen, 2002, ISBN 3-906541-18-5)
Ohne Zweifel ist am Beginn dieses 21. Jahrhundert der Unternehmer die sinnbildliche
Figur der menschlichen Tätigkeit geworden. In der weltweiten Unternehmerlandschaft
findet man da ebenso den Werklohnbetrieb der italienischen industriellen Netzstrukturen,
das High-Tech-Unternehmen des Silicon Valley, den afrikanischen informellen Unternehmer
oder die japanischen Zulieferunternehmungen und, in einer näheren Umgebung,
den Weinbauer am Genfer See. Diese Vielfalt der unternehmerischen Ausprägungen
liegt daran, dass das unternehmerische Handeln – im Sinne des «entrepreneurship» – zuerst
in der Hand des Menschen liegt und in einem lokalen Umfeld gedeiht, bevor es
als Geschäftsphilosophie zum Ausdruck kommt.
Wenn es aber zu begrifflichen Untersuchungen kommt, wird oft diese Vielfältigkeit
durch eine gewisse geistige Haltung, die in einer weltweiten Unternehmerkultur
den besten Wegbereiter für einen neuen «Reichtum der Völker» sieht,
verdeckt. Zur gleichen Zeit wird die Kultur der Völker verschwiegen. Diese
Geistesverfassung, die natürlich mit dem Thema Globalisierung verknüpft
ist, könnte man als Entrepreneurialismus des einheitlichen Denkens ansehen.
Im Gegensatz zu dieser Ideenorientierung sollten die folgenden Überlegungen
Anhaltspunkte für eine alternative Auffassung des Unternehmers bringen.
Es geht um eine ethische Vorstellung des unternehmerischen Handelns in welcher
die Beziehungen des Unternehmers mit seiner nicht-wirtschaflichen Umwelt als
ebenso wichtig gesehen werden wie das vom Marktdruck geforderte Effizienzstreben.
>Plädoyer

Dr. Marc Gruber, Bert Elsenmüller, Florian Fischer, Michael Grampp
Business-Planning in Start-ups:
Wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische
Erfahrungen
(erschienen in: IGA – Zeitschrift für Klein- und Mittelunternehmen
2002/4)
Mit der zunehmenden Verbreitung von Venture Capital in Europa in den vergangenen
zehn Jahren haben Business-Pläne im Rahmen der Finanzierung von jungen Unternehmen
eine immer wichtigere Rolle eingenommen. Das gestiegene Interesse am Business-Planning
in Start-ups dokumentiert sich in zahlreichen praxisorientierten Publikationen,
die sich mit der Thematik häufig im Sinne von «how to»-Anleitungen
auseinandersetzen. Jedoch lässt sich noch immer ein Defizit an wissenschaftlich
fundierten Veröffentlichungen zu dem für junge Unternehmen wichtigen
Prozess des Business-Planning und insbesondere dem Business-Plan erkennen.
Vor
diesem Hintergrund verfolgt der vorliegende Beitrag das Ziel, die zentralen Erkenntnisse
des Business-Planning in Start-ups in übersichtlicher Weise zu strukturieren
und zusammenzufassen sowie die langjährigen Erfahrungen des Autorenteams
aus deren Gutachtertätigkeit bei Business-Plan-Wettbewerben in die aktuelle
Diskussion einzubringen. Um die Forschungsarbeiten im Bereich Business-Planning
in Start-ups zu systematisieren, wird ebenso ein Strukturierungsvorschlag für
das junge Forschungsfeld unterbreitet.
> Business_Planning
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